Osteoporose entwickelt sich schleichend. Viele Betroffene merken jahrelang nichts – bis es zu einem Knochenbruch kommt. Besonders häufig betroffen sind Wirbelkörper, Oberschenkelhals oder Handgelenk.

Seit der Aktualisierung der Leitlinie 2023 durch den Dachverband Osteologie (DVO) gelten präzisere Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie. Ein zentraler Baustein bleibt die DXA-Messung (Knochendichtemessung).

Was ist Osteoporose eigentlich?

Bei einer Osteoporose nimmt die Knochendichte ab und die Knochenstruktur wird instabiler. Das Frakturrisiko steigt – oft ohne vorherige Schmerzen oder Warnzeichen.

Typische Risikofaktoren:

  • Höheres Lebensalter
  • Weibliches Geschlecht nach den Wechseljahren
  • Frühere Knochenbrüche
  • Kortisontherapie
  • Familiäre Belastung
  • Untergewicht
  • Bewegungsmangel

Wichtig: Nicht nur Frauen sind betroffen. Auch Männer entwickeln Osteoporose – häufig später, aber nicht seltener unterschätzt.

Was hat sich mit der Leitlinie 2023 geändert?

Die neue DVO-Leitlinie legt mehr Gewicht auf eine frühzeitige individuelle Risikobewertung. Entscheidend ist nicht nur der Messwert der Knochendichte, sondern das individuelle 10-Jahres-Frakturrisiko.

Das bedeutet:

  • Menschen mit bestimmten Risikofaktoren sollen früher abgeklärt werden.
  • Bereits erlittene sogenannte „Niedrigenergiefrakturen“ gelten als starkes Warnsignal.
  • Therapieentscheidungen werden konsequenter risikoorientiert getroffen.

Kurz gesagt: Nicht warten, bis etwas bricht.

Warum ist die DXA-Messung so wichtig?

Die DXA (Dual-Energy-X-ray-Absorptiometrie) ist das international anerkannte Standardverfahren zur Bestimmung der Knochendichte.

Vorteile:

  • Sehr geringe Strahlenbelastung
  • Schnelle Untersuchung (ca. 10–15 Minuten)
  • Messung an Lendenwirbelsäule und Hüfte
  • Grundlage für eine leitliniengerechte Therapieentscheidung

Ohne DXA-Messung ist eine verlässliche Risikoeinschätzung kaum möglich.

Wann sollte eine DXA durchgeführt werden?

Nach aktueller Leitlinie ist eine Untersuchung sinnvoll bei:

  • Frauen ab etwa 50 Jahren mit Risikofaktoren
  • Männern ab etwa 60 Jahren mit Risikofaktoren
  • Nach Wirbelkörperbruch oder anderen typischen Osteoporosefrakturen
  • Längerfristiger Kortisoneinnahme
  • Deutlicher Größenabnahme oder Rundrückenentwicklung

Die Entscheidung erfolgt individuell – pauschale Altersgrenzen allein reichen nicht mehr aus.

Was bedeutet das für Sie?

Eine Osteoporose ist heute gut behandelbar. Moderne Therapien können das Frakturrisiko deutlich senken. Voraussetzung ist jedoch eine frühzeitige Diagnose.

Eine reine „Vorsichtsmessung“ ohne Risikoeinschätzung ist ebenso wenig sinnvoll wie ein Abwarten trotz klarer Risikokonstellation. Entscheidend ist die strukturierte Bewertung nach den aktuellen Leitlinien.

Unser Leistungsspektrum im Bereich Osteoporose

In unserer Praxis bieten wir:

  • Leitliniengerechte Risikoeinschätzung
  • Hochwertige DXA-Messung
  • Fachärztliche Befundauswertung
  • Individuelle Therapieplanung
  • Verlaufskontrollen
  • Beratung zu Bewegung, Ernährung und medikamentöser Therapie

Die Auswertung erfolgt differenziert und nicht nur anhand eines einzelnen Zahlenwertes.

Fazit:

Osteoporose ist keine harmlose Alterserscheinung, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung mit vermeidbaren Folgen. Die aktuellen Leitlinien machen klar: Früh erkennen, individuell bewerten, gezielt behandeln.

Wenn Sie wissen möchten, ob bei Ihnen ein erhöhtes Risiko besteht, beraten wir Sie gerne persönlich.