Ein Abszess ist eine abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe. Er entsteht meist durch eine bakterielle Infektion, oft nach kleineren Verletzungen oder Entzündungen. Häufig können auch Haarwurzeln (z. B. nach eingewachsenen Haaren oder entzündeten Talgdrüsen) die Ursache sein. Besonders oft betroffen sind Haut- und Weichteilbereiche, aber auch der Enddarm.

Eine Fistel ist ein unnatürlicher Gang, der zwischen Hohlorganen oder von einem Organ zur Hautoberfläche entsteht. Häufig bilden sich Fisteln als Folge eines chronischen Abszesses.

Typische Symptome

  • Schwellung, Rötung und Schmerzen an der betroffenen Stelle

  • Erwärmung des Gewebes, manchmal Fieber

  • Bei Fisteln: Austritt von Sekret oder Eiter

Warum Abszesse nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollten

Viele Patienten versuchen zunächst, Abszesse „auszusitzen“ oder selbst auszudrücken. Doch das ist riskant:

  • Die Infektion kann sich ausbreiten.
  • Es droht eine Blutvergiftung (Sepsis).
  • Wiederkehrende Abszesse können zu Fistelbildungen führen.

Eine frühzeitige chirurgische Behandlung ist daher entscheidend.

Moderne Behandlungsmöglichkeiten

  • Kleinere Abszesse: können ambulant eröffnet und entleert werden.
  • Größere Abszesse: erfordern oft einen kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung. Dabei wird die Eiterhöhle eröffnet, gespült und ggf. drainiert.
  • Fisteln: müssen operativ behandelt werden, da sie von alleine nicht ausheilen. Hier gibt es verschiedene schonende Verfahren, abhängig von Lage und Ausdehnung.

Vorbeugung und Nachsorge

  • Gute Haut- und Körperhygiene
  • Behandlung von Hautverletzungen und Entzündungen im Frühstadium
  • Nach einem Eingriff: regelmäßige Wundkontrollen und sorgfältige Pflege

Fazit: Abszesse und Fisteln sind zwar „kleine“ Erkrankungen, können aber große Probleme verursachen, wenn sie nicht behandelt werden. In unserem MVZ stehen wir für eine schnelle und schonende Versorgung zur Verfügung – ambulant und mit modernen chirurgischen Verfahren.